Zentrum für Physiotherapie im Kreis 11

Osteopathie

Unser Körper ist hochkomplex: Bewegungsapparat, Verdauungs-, Urinal-, Nerven- und Herzkreislaufsystem sowie der Atem sind mechanisch, chemisch und neural miteinander verbunden und beeinflussen sich gegenseitig. Um gesund und schmerzfrei zu bleiben, müssen alle diese Körpersysteme frei beweglich sein und als Einheit funktionieren.

Liegt etwa eine Bewegungseinschränkung in der Wirbelsäule vor, können z. B. die umliegenden Nerven beeinträchtigt werden. Diese wiederum stören die lokale Blut-, Lymph- und Liquor- (Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit) Zirkulation. Das Gewebe wird dadurch schlechter ernährt, die Selbstregulation geschwächt und es können Schmerzen auftreten.

In der Osteopathie werden die individuell vorhandenen Bewegungseinschränkungen, Verspannungen und funktionellen Störungen taktil und visuell erkannt. Diese werden mit differenzierter Manualtechnik sanft behandelt, die Selbstregulation des Körpers wird so angeregt und die Gesundheit nachhaltig unterstützt.

Die Osteopathie behandelt in erster Linie funktionelle Störungen. Schwere, insbesondere stark entzündliche Erkrankungen, Knochenbrüche oder Wunden müssen zuerst schulmedizinisch versorgt werden. Die Osteopathie ist daher eine wertvolle Ergänzung zur Schulmedizin und eignet sich insbesondere bei folgenden Beschwerden:

  • Rücken- und Nackenschmerzen, Schmerzen am Steissbein, Bandscheibenvorfall, Muskelblockaden, Muskelversteifung, Bewegungseinschränkungen, Gelenkschmerzen
  • Spannungskopfschmerzen, Migräne, Schwindel, Ohrgeräusche (Tinnitus), Zähneknirschen (Bruxismus), Müdigkeit und Erschöpfung aufgrund von Stress und emotional belastenden Situationen
  • Verstauchungen, wiederkehrende Entzündungen der Sehnen und Sehnenscheiden, Tennisarm, Computerarm
  • Sodbrennen, Magensäure, Völlegefühl, Darmbeschwerden, Verstopfung, Verdauungsbeschwerden, Beschwerden der Prostata sowie des Beckens

 

Dabei werden folgende Techniken angewandt:

Osteoartikuläre Technik

Sie wirkt direkt auf die Gelenke, wie z.B. Mobilisation von Bändern und Gelenken, sanfte Manipulation des Skeletts und der Muskeln mit kleinen Impulsen sowie Bindegewebstechniken. Es sind ähnliche Techniken wie sie auch in der Physiotherapie oder in der Chiropraktik angewendet werden.

Viscerale Technik

Sie wirkt auf die inneren Organe, Blut- und Lymphgefässe und die dazugehörigen Nervenbahnen im Brust- und Bauchraum. Immer wiederkehrende Störungen im Organsystem können Haltungsveränderungen und Spannungen im Rücken- und Wirbelsäulenbereich verursachen und so zu Schmerzen führen. Diese Technik beeinflusst indirekt auch den Bewegungsapparat und die Atmung.

Craniosakrale Technik

Sie wirkt auf Schädel, Steissbein, Nervensystem, Hirn- und Rückenmarkshaut und Liquor (Hirn- und Rückenmarksflüssigkeit). Diese Strukturen können durch Unfälle, Stress, schwierige Geburten etc. irritiert oder gar geschädigt sein. Ziel der Craniosacraltherapie ist die Elastizität und eine ausbalancierte Spannung im craniosakralen System wieder herzustellen. Diese sanfte Behandlung eignet sich für Menschen jeglichen Alters.

Physiotherapie

Sportphysiotherapie

Ziel der Sportphysiotherapie ist die Verbesserung der Kraft, Ausdauer, Beschleunigung, Schnelligkeit und Koordination in der jeweiligen Sportart durch spezifisches Training, abgestimmt auf eventuelle Verletzungen oder Schwächen des Sportlers oder der Sportlerin.

Die Sportphysiotherapie eignet sich auch sehr gut zur Prophylaxe und unterstützt den optimalen Aufbau in Hinblick auf eine sportliche Herausforderung.

Manuelle Therapie

Mit dieser Methode lassen sich alle Gelenke, Muskeln und Nerven der Extremitäten (Beine und Arme) sowie der Wirbelsäule gezielt und effizient behandeln. Die manuelle Therapie unterscheidet grundsätzlich in zu mobilisierende, zentrierende und zu stabilisierende Gelenke. Je nach physiotherapeutischem Befund wird daher das entsprechende Gelenk bzw. die entsprechenden Muskeln oder Nerven mobilisiert, zentriert oder stabilisiert.

In unserer Praxis arbeiten wir nach dem Maitland-Konzept und der Analytischen Biomechanik nach Sohier (ABS).

Das Spektrum der zu behandelnden Beschwerden reicht von Arthrose und Bandscheibenleiden über blockierte Gelenke und Nervenentzündungen (z.B. Ischias) bis hin zu Kopfschmerzen sowie Muskel-/Bänderverletzungen.

Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage hat einen breites Anwendungsgebiet. Sie dient vor allem als Entstauungstherapie ödematöser Körperregionen im Rumpfbereich und der Extremitäten. Diese Ödeme können nach Unfällen oder Operationen entstehen (sekundäre Lymphödeme) oder es liegt eine angeborene, ungenügende Transportkapazität der Lymphgefässe bzw. Venen vor (primäre Lymphödeme). Besonders häufig wird diese Therapie nach einer Tumorbehandlung mit Lymphknotenentfernung, nach Entfernung von Krampfadern und bei angeborenen Lymphödemen angewendet.

Die Lymphdrainage eignet sich auch sehr gut für kosmetische Anwendungen sowie verbessert die Regeneration nach einer sportlichen Anstrengung.

Beckenbodentraining

Mit Biofeedback und Elektrostimulation – für sie und ihn

Besonders nach einer Schwangerschaft, aber auch nach einer Operation, bei falschem Krafttraining, in Hebeberufen oder im Alter kann der Beckenboden nachlassen. Die Folge: ungewollter Urin- oder Stuhlverlust, häufiger Harndrang, Rückenschmerzen. Sogar die Bauchorgane können sich senken. Spezifische Übungen stärken den Beckenboden, während Elektroden die Beckenbodenmuskeln stimulieren. Bei Bedarf können diese dank Biofeedback gezielt angesteuert und trainiert werden.

Neurologische Rehabilitation

Schädigungen der zentralen oder peripheren Nervensystems an der Wirbelsäule oder des Gehirns durch Unfall oder Erkrankung stellen eine besondere Herausforderung für die Rehabilitation dar, da die Regenerationsfähigkeit geschädigter Nervenzellen beschränkt ist. Dennoch verfügt das Nervensystem über ein gewisses Mass an Plastizität und kann sich daher teilweise wieder selbst regenerieren. Die neurologische Rehabilitation macht sich diese Plastizität zunutze. Je nach Schweregrad der Verletzung ist dies jedoch ein langwieriger Prozess, der sich über Monate, in manchen Fällen sogar Jahre, erstrecken kann.

Neurologische Rehabilitation ist ein komplexes medizinisches Verfahren, bei der ein Team aus Spezialisten wie Ärzten, Physio- und Ergotherapeuten oder Logopäden eng zusammen arbeiten. Sie eignet sich besonders bei:

  • Wiederherstellung nach Schlaganfall
  • Zerebralparese
  • Parkinson-Krankheit
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Multiple Sklerose
  • Post-Polio-Syndrom
  • Guillain-Barre-Syndrom

Dry Needling

Das Dry Needling ist eine sehr effiziente Methode zur Behandlung von Triggerpunkten. Der Triggerpunkt wird mit einer Akkupunkturnadel behandelt. Da diese Akkupunkturnadeln sehr dünn sind, ist diese Variante meist weniger schmerzhaft als die klassische Triggerpunkttherapie und mindestens ebenso wirkungsvoll.

Triggerpunkttherapie

Triggerpunkte sind Stellen im Muskel, die punktuelle und/oder ausstrahlende Schmerzen verursachen können. Diese entstehen durch akute oder chronische Überbelastung des Muskels, durch Überdehnung der Bänder oder durch Kälteeinwirkung. Die Triggerpunkt-Therapie fördert die Durchblutung der betroffenen Stellen, so dass die Schmerzen spürbar schnell nachlassen.

Weniger schmerzhaft, dafür mit Akkupunkturnadeln: Dry Needling, die alternative Triggerpunkttherapie.

Domizilbehandlung

Kundinnen und Kunden, die aufgrund einer Verletzung oder des momentanen Gesundheitszustandes nicht mobil sind, behandeln wir auch zuhause. Dabei wenden wir die gesamte Therapiepalette an, egal ob eine kurzfristige physiotherapeutische Behandlung oder eine langfristige Begleitung angezeigt ist.

Die Kosten einer Domizilbehandlung werden von der Krankenkasse (KVG) oder Unfallversicherung (UVG) bezahlt, sofern sie ärztlich verordnet ist.

Ultraschalltherapie

Die Ultraschalltherapie zählt neben der Elektrotherapie zu den gängisten Behandlungsformen der physikalischen Therapie.

Je nach Therapieparameter (Behandlungsfrequenz, Schallart, Dosis, Behandlungsdauer oder -turnus) steht bei der Ultraschallbehandlung eine thermische Wirkung oder eine Mikromassage im behandelten Gewebesegment im Vordergrund. Damit wird eine Mehrdurchblutung des Gewebes erreicht, was zur Normalisierung des Gewebetonus führt und somit schmerzlindernd wirkt.

Elektrotherapie

In der Elektrotherapie wird mit verschiedenen Elektroströmen gearbeitet. Je nach Stromform (abhängig von Frequenz, Amplitude, Impulsbreite u.a.) kann eine Schmerzlinderung, Durchblutungsförderung, Entspannung oder Kräftigung der Muskulatur, eine Stoffwechselsteigerung oder eine Ödemresorption bewirkt werden.

Wir arbeiten vor allem mit folgenden Methoden:

TENS
Niederfrequente Impulsstromtherapie zur Schmerzlinderung oder Muskelreizung

Diadynamische Ströme
Niederfrequente Impulsströme zur Schmerzlinderung, Ödemresorption oder Durchblutungsverbesserung

Muskelstimulation
Reizung inaktiver Muskeln mittels TENS oder Interferenzstrom; z.B. nach Knieoperationen, Verletzungen, Diskushernien

Medizinische Massage

Eine Massage normalisiert die Muskelspannung und verbessert den Zustand von Muskel- und Bindegewebe. Dadurch wird die Durchblutung gefördert, Verspannungen werden gelöst, ebenso Gewebsverklebungen. Ausserdem wirkt eine Massage über die Nerven-Reflexbögen auf innere Organe und lindert Schmerzen sowie normalisiert und stabilisiert das vegetative Nervensystem.

Eine Massage ist sehr effizient gegen Rückenschmerzen, Arthrosen oder rheumatische Erkrankungen und unterstützt die Regeneration nach Unfällen oder Operationen. Sogar die Narbenheilung wird unterstützt. Darüberhinaus hat eine medizinische Massage positive Auswirkungen bei psychischen und psychosomatischen Störungen sowie bei allgemeiner Überlastung (Stress).

Craniosacraltherapie

Die Craniosacraltherapie ist ein Verfahren, bei dem die Bewegung des Liquors (Flüssigkeit im Gehirn und Rückenmark) an Schädel und Kreuzbein wahrgenommen wir und mit sehr feinen manuellen Impulsen die Selbstheilungskräfte des Körpers aktiviert werden.

Auf dem Rücken liegend, wird mit der Handfläche oder mit den Fingern minimaler Druck bzw. Zug aufgebaut. Dabei wird der craniosacrale Rhythmus ertastet und rücksichtsvoll verändert mit dem Ziel, die Gewebespannung zu reduzieren und die Selbstheilungskräfte zu stimulieren. Die Kraft dieser rhythmischen Pulsation ist wichtig für die Regulation aller Körperfunktionen.

Diese ebenso sanfte und wie achtsame Behandlung eignet sich für Menschen jeden Alters, insbesondere auch für Babys oder Senioren mit Altersbeschwerden.

Die Craniosacraltherapie ist Teil der Osteopathie, die wir auch anbieten.

Schaffhauserstr. 4738052 ZürichT 044 300 66 00

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